Der Vorgarten – die Visitenkarte des Hausbesitzers

Ein Vorgarten stellt den Raum zwischen Straße und Haus dar. Dieser Art Garten ob groß oder klein, schafft den Übergang zwischen öffentlicher und privater Sphäre und vermittelt einen Eindruck von Haus und Garten und seinen Besitzern. Vorgärten gibt es in jeder Größe und Form, sie lassen sich geometrisch oder frei nach Vorstellung gestalten. Die Bepflanzung ist stets von der Größe und Tiefe des Grundstücks, der klimatischen Lage und den Bodenverhältnissen des Vorgartens abhängig.

Ob geschlossener oder offener Vorgarten, formale oder freie Gestaltungsweise, sämtliche Formen können miteinander kombiniert werden.

Arten von Vorgärten

Offen gestaltete Vorgärten sind von besonderem Scharm ganz ohne Zaun und Einfriedung. Ein offen gestalteter Vorgarten ohne Umzäunung und nur mit niedriger Bepflanzung versehen als Abgrenzung demonstriert Offenheit, optisch wird Raum dazugewonnen und Haus und Eingang ins Blickfeld gerückt. Ein offener Vorgarten setzt allerdings immer auch eine großzügige Toleranz voraus, denn Hunde und Straßenschmutz können hier nicht ausgegrenzt werden.

Wenn das Gelände es erlaubt, dann ist es sehr wirkungsvoll, wenn mehrere benachbarte Vorgärten in demselben Stil angelegt werden. Das kann zum Beispiel eine schlichte, nur leicht modellierte Rasenfläche sein, die sich im Frühling durch Zwiebelgewächse auflockern lässt. Ein mittelgroßer Busch, eine oder mehrere hübsche Strauchgruppen im Umfeld der Gebäude sind als Rahmen und leichter Sichtschutz dabei ausreichend.

Leicht abgeschlossene Vorgärten sind ein Kompromiss zwischen ganz offenen und vollkommen abgeschlossenen Vorgärten. Sie können durch niedrige Hecken aus zornigen oder stacheligen Pflanzen wie Apfelrose und Sauerdorn gestaltet werden.
Solche Hecken geben etwas Schutz fügen sich gut in nahezu jeden Garten ein.

Abgeschlossene Vorgärten mit hohen Mauern und dicken Hecken bilden einen wirkungsvollen Schutz gegen Staub, Schmutz, Lärm und Sicht, schließen den Garten aber auch hermetisch ab und spenden dem dahinterliegenden Gartenteil möglicherweise sogar Schatten. Transparente und niedrige Zäune und Hecken verbinden Schutzfunktion und Durchlässigkeit.

Sonnige Vorgärten können mit Zwerghölzern, Wildrosen Gräsern in Verbindung mit größeren Steinen als Heidelandschaft gestaltet werden. Eine kleine Hängebirke oder eine Eberesche eignen sich dabei vorzüglich als Hausbaum.
Ein anderes Beispiel für sonnige und trockene Lagen bieten extensive Bepflanzungen mit Gras-Kräuter-Mischungen oder Mauer Pfeffer an. Kiesflächen und einige kleinere Gehölze lockern diese Pflanzung auf.

Schattige Vorgärten sind zumeist nach Norden orientiert oder liegen im Schatten von größeren Gebäuden. Solche Gärten begrünt man am besten mit einem Pflanzenteppich, der aus unterschiedlichen niedrigen und halbhohen Schattenstauden besteht. Akzente können dabei einige Schatten verträgliche Gehölze liefern.